Unsere Fördermaßnahmen

Bildungsdokumentationen

Nach dem § 13 Absatz 5 des Kinderbildungsgesetzes des Landes NRW gehört es zu unserer Arbeit, die Entwicklung des Kindes zu beobachten, sonstige Besonderheiten festzuhalten und regelmäßig zu dokumentieren. Dies geschieht in der sogenannten Bildungsdokumentation, welche die schriftliche Zustimmung der Eltern/Erziehungsberechtigten voraussetzt. Die Bildungsdokumentation dient dazu, über die Zeit des Besuchs der Kindertagesstätte, das Beobachte festzuhalten. Durch diese Dokumentationen können wir die eigene Arbeit reflektieren, die Arbeit für die Weiterentwicklung des einzelnen Kindes und der Gruppe abstimmen, sowie die pädagogische Arbeit nach außen darstellen.

Dabei werden die folgenden Bereiche dokumentiert:

  • der soziale und emotionale Bereich
  • der kognitive Bereich
  • der motorische Bereich
  • der sprachliche Bereich
  • der sensorische Bereich ( Wahrnehmung)
  • de lebenspraktische Bereich
  • die Individualität des Kindes

 

Portfolio

Im Kindergartenportfolio wird alles gesammelt, was die Entwicklung des Kindes dokumentieren kann:

  • Beobachtungen
  • Fotos aus dem Kindergartenalltag
  • Kommentare von Kindern, Eltern und Erzieher/Innen
  • Entwicklungsschätzungen

Kindergartenportfolio sind keine Kinderakten, sondern sollen Kindern, Eltern und Erzieher/Innen die Geschichte des Aufwachsens jedes einzelnen Kindes erzählen. Deshalb finden sich auch Zeichnungen, Sprüche, Erzählungen und Gedanken des Kindes im Portfolio. Der Begriff "Portfolio" kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern portare "tragen" und folium "Blatt" zusammen. Hier sammeln sich Beweise für erworbene Kompetenzen. Ein Katalog der "besten Werke" ist das Portfolio also, der möglichst viel über den Besitzer und seine persönliche Handschrift verrät.

GABIP (Ganheitliches Bildungsdokumentationsprogramm)

GABIP ist ein Programm mit dem wir einfach, zeitsparend und trotzdem individuell die Bildungsdokumentation, für die Kinder in unserer Tageseinrichtung erstellen können. GABIP ist in erster Linie für Erzieher/Innen in Kindertagesstätten gedacht. Aufgrund der Flexibilität des Programms wird GABIP auch in anderen Institutionen eingesetzt. Mit GABIP lassen sich Entwicklungsberichte für 0-18 jährige Kinder/Jugendliche erstellen. GABIP integriert die gesamte Bildungsdokumentation, die für jedes Kind angefertigt werden muss, in einem Programm. Wir haben die komplette Übersicht über alle Daten. 

 

BaSiK

Die ausführliche Bezeichnung lautet: Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen. Dieses Mittel zur Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung ermöglicht die Dokumentation des individuellen Sprachentwicklungsverlaufs eines Kindes und gilt ab dem ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Es umfasst aufbauende Maßnahmen zur Sprachbildung, die alle Kinder in der Gruppe erreichen. Dieses Beobachtungsverfahren berücksichtigt Kinder mit Erst- und Zweitsprache Deutsch. Es wird einmal jährlich im Zeitraum des Geburtstages des Kindes durchgeführt. Die Beobachtungen finden in alltäglichen Situationen statt, die von einer pädagogischen Fachkraft der jeweiligen Stammgruppe erfasst werden.
Was beinhaltet der BaSiK Bogen?
Es werden Beobachtungen in den folgenden Bereichen dokumentiert:

  • Auditive Wahrnehmung
  • Mundmotorik
  • Taktil-kinästhetische Wahrnehmung
  • Emotional-motivationale Entwicklung
  • Soziale Entwicklung
  • Sprachverständnis
  • Semantisch-lexikalische Kompetenzen (Wortbedeutung, Wortschatz)
  • Phonetisch-phonologische Kompetenzen (Lautproduktion, Lautwahrnehmung)
  • Prosodische Kompetenzen (Betonung, Stimmmelodie)
  • Morphologisch-syntaktische Kompetenzen (Wortbildung, Satzbau)
  • Pragmatische Kompetenzen (Kommunikation, Dialog, nonverbale Kompetenzen)
  • Literacy

Um Kinder gemäß ihrem Entwicklungsstand im Alltag unterstützen zu können bedienen wir uns einem groß angelegten sprachbildenen Methodenschatz. Dazu mehr unter dem Punkt „Ebenen, auf denen wir Sprache fördern“.
Bei Hinweisen auf eine Sprachentwicklungsverzögerung beraten wir die Eltern dahingehend, eine therapeutische Sprachförderung zu beanspruchen.


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